SoLa Selm Tagesbericht: Samstag

Der Anreisetag

Das letzte gemeinsame Mittagessen der Mitarbeiter vor dem großen Ansturm der Kinder. Noch ist es ruhig und die Restarbeiten werden erledigt. Dann geht es auf zum Parkplatz. Der größere Teil der Mitarbeiter macht ich zu Fuß auf den Weg. Der Anhänger und einige Fahrzeuge sind als erste am Parkplatz. Dort sind die ersten Eltern mit ihren Kids schon angekommen und warten geduldig, bis die Anmeldung aufgebaut ist.

Langsam wächst der Strom von Fahrzeugen, die das Ziel haben, ihre Kinder beim Sola 2018 abzuladen. Die Schlange vor den Anmeldungen verlängert sich ebenfalls und es herrscht reges Treiben auf dem neuen Parkplatz. Autos werden eingewiesen, Gepäck sortiert und beschriftet, Listen mit Kindernamen gefüllt.

Plötzlich ein Raunen. Es wird Platz benötigt, denn der Linienbus fährt rückwärts an seine Position. Die ersten 35 Kinder bekommen gelbe Warnwesten und werden mit sechs Mitarbeitern an den Startpunkt der großen Wanderung gebracht. Das Gepäck verschwindet auf zwei Anhängern, nach weiblichen und männlichen Habseligkeiten getrennt.

Nach einer kleinen Wartezeit kommt der Bus wieder und sammelt die restlichen Kinder mit Mitarbeitern ein. Das Ziel ist der Abenteuerspielplatz in Bork. Nach einigen wenigen Minuten dauernden Fahrt verlassen die Kids den Bus und sammeln sich bei den Erstankömmlingen auf dem Spielplatz zur ersten Aktion.

Die Gruppe sammelt sich um ihren Auftraggeber. Lord Much Money hält eine harte Ansprache und fordert von seiner Ausgräbertruppe das äußerste an Einsatz und Gesundheit! Er erwartet ein großartiges Ergebnis und freut sich schon auf reichhaltige Funde, die die Kids dem Boden entreißen! Am Ende feuert er die Gruppe noch einmal an und danach verschwindet er vom Ort des Geschehens.

Es folgen ein Gruppenbild und die Bekanntgabe der Zelteinteilung. Die Kinder werden von Hanna ihren Zeltmitarbeitern zugeordnet.

In dieser Formation in Zweierreihen startet die Wanderung zum Zeltplatz!  Es liegen 4000 Meter vor den siebzig Kindern und ihren Betreuern. Die Sonne scheint, ein leichter Wind weht und eine schier endlose Schlange von Kindern bewegt sich über staubige Straßen und Felder. Die Anwohner schauen verstört hinter der Karawane her. Ein Pferd am Wegesrand läuft den Kindern nach und wiehert laut!

 

Nach einer halben Stunde die erste Rast. Die Kinder müssen erst einmal trinken und ihre Flaschen nachfüllen. Der Proviant wird verspeist. Die Mitarbeiter achten sehr darauf, dass es keine Plastiküberreste auf dem Boden gibt!

 

Der Pfad wird wieder aufgenommen und vor den Kindern liegen noch 30 Minuten Fußweg. Immer wieder muss der Tross Fahrzeugen ausweichen. Kurz vor dem Ziel muss die Hauptstraße überquert werden. Der Verkehr wird aufgehalten und die lange Schlange windet sich über den Asphalt.

Das Ziel ist erreicht. Alle sammeln sich erst einmal im großen Versammlungszelt. Dort wird ihnen das Regelwerk des Zeltlagers erläutert. Fragen sind zugelassen, müssen aber einen gewissen Standard erfüllen. Für dumme Fragen füllt sich der Mitarbeiter nicht zuständig!

 

Die vier Kilometer lange Wanderroute

Nach den Regeln werden endlich die Zelte bezogen.

Der nächste Programmpunkt ist das Essen. Die ersten Kinder in der Reihe nehmen noch zaghaft vom Brot und füllen die Teller nur spärlich. Doch dies ändert sich von Mal zu Mal. Eine nicht enden wollende Reihe, an die sich immer wieder hungrige Kinder anschließen.

Der Aufschnitt neigt sich dem Ende zu, da wird schon wieder neu aufgefüllt. Am Ende sind alle satt und zufrieden.

Es schließt sich eine Zeit freien Spiels an. Dem Betrachter bietet sich ein wunderbares Bild. Siebzig Kinder beschäftigen sich mit unterschiedlichen Ballspielen, Schnitzarbeiten, klettern eine Wand hinauf oder stapeln Kisten! Niemand hat ein Handy in der Hand. Keine technischen Hilfsmittel werden benötigt. Alle sind glücklich und zufrieden.

Der Abschluss des Tages bildet das gemeinsame Singen um das Lagerfeuer. Abwechselnd wünschen sich die Mädchen und Jungen Lieder aus dem Jungscharliederbuch. Das neue Lagerlied wird vorgestellt und gemeinsam gesungen. Die letzten Ankündigungen folgen und das Stimmungsbarometer führt zu lautstarken Reaktionen aus der Gruppe.

Der erste Tag neigt sich dem Ende zu.

Frank Ulrich